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Medienkompetenz

Menschen müssen erlernen, Medien und ihre Inhalte den eigenen Zielen und Bedürfnissen entsprechend mündig und aktiv zu nutzen und Medien für ihr Kommunikations- und Handlungsrepertoire einzusetzen. Für die Medienpädagogik bedeutet dies, Menschen zu einem sachgerechten, selbstbestimmten, kritischen, kreativen und sozial verträglichen Handeln in einer von Medien gestalteten Welt zu befähigen. Medienpädagogik ist die Fachrichtung, die sich mit allen erzieherischen Fragen, Problemen und Themen, die mit Medien zusammenhängen, beschäftigt.

Medienkompetenz: Definitionsversuche

Der Medienpädagoge Dieter Baacke prägte maßgeblich den Begriff der Medienkompetenz. Einen solchen kompetenten Umgang mit den Medien teilt er in vier Dimensionen ein:
1. Medienkritik (analytisch, reflexiv, ethisch)
2. Medienkunde (informativ, instrumentell-qualifikatorisch)
3. Mediennutzung (rezeptiv-anwendend, interaktiv-handelnd)
4. Mediengestaltung (innovativ, kreativ)

 

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Für den Medienpädagogen Stefan Aufenanger ist es eine wichtige Zielsetzung der Medienpädagogik, dass Kinder und Jugendliche sich selbstbestimmt und kompetent in der digitalen Welt bewegen können. Dimensionen seines Medienkompetenz-Begriffs sind:

 

Gerade weil Kinder umgeben von Medien aufwachsen, ist es wichtig, einen selbstgesteuerten und bildungsermöglichenden Umgang mit Medien zu fördern.

Globales Lernen online: Chancen und Risiken

Digitale Medien bieten zahlreiche Chancen für Globales Lernen. Im Internet wartet eine wahre Informationsflut und es bietet unendliche Recherchemöglichkeiten. Es ermöglicht ein eigenes Lerntempo und fördert so Selbstbestimmtes Lernen. Nord-Süd-Kontakte, -Austausch und -Partnerschaften können entstehen und gepflegt werden. Ferne Räume und Ereignisse können möglichst real, kognitiv und emotional ansprechend, dargestellt werden – durch Bilder, Filme, Simulationen oder Animationen. Diskussion, Vernetzung, Kollaboration, Kooperation, Partizipation und Interaktion werden über Zeit-Raum-Grenzen hinweg gefördert – durch Wikis, Lern-Plattformen, Soziale Onlinenetzwerke oder Online-Konferenzen. Sich mithilfe digitaler Medien auszudrücken, kann erlernt und unterstützt werden – durch Soziale Onlinenetzwerke oder Partizipationsprojekte im Sinne aktiver Medienarbeit. Weitere Anregungen für Aktivitäten und Projekte unter Einsatz verschiedener Medien finden Sie hier: Medienprojekte

 

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Ebenso wichtig ist es junge MediennutzerInnen auch für Risiken zu sensibilisieren, die sie online erwarten können. Themen wie Datenschutz, Urheberrechte, digitaler Fußabdruck, Cybermobbing, oder problematische Inhalte (zum Beispiel Pornografie, Gewaltdarstellungen, Rechtsextremismus oder Selbstgefährdung) müssen dem Jugendmedienschutz entsprechend bei jugendlicher Mediennutzung thematisiert und gegebenenfalls gemeinsam aufgearbeitet werden. Wenig sinnvoll ist es jedoch digitale Angebote von vornherein als schädlich und gefährlich zu verdammen. Im Gegenteil: da sie wichtige Sozialisationsinstanzen und Lebensrealität junger Menschen sind, können sie auch zeitgemäße “Orte“ für Globales Lernen sein.

 

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